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Kawasaki: Neues Logo, ambitionierte Ziele

Von Rolf Lüthi
Das markante K von Kawasaki wird ersetzt durch das so genannte River Mark Logo. Mit der neuen Corporate Identity bläst Kawasaki zum Angriff auf dem Powersports-Markt.

Kawasaki Heavy Industries (KHI) kann auf über 120 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. In dieser Zeit hat KHI Unternehmen gegründet, deren Produkte und Dienstleistungen auf See, auf dem Land, in der Luft und sogar im Weltall zum Einsatz kommen.

Das River Mark Logo – eine stilisierte Form des japanischen Buchstabens, der für «Fluss» steht – wurde zuerst in den 1870er-Jahren verwendet. Zu dieser Zeit war es auf den Schiffsflaggen der Kawasaki-Tsukiji-Werft zu sehen, dem Vorläufer von Kawasaki Heavy Industries. Gegründet wurde Kawasaki von Shozo Kawasaki im Jahr 1878 als Schiffsbau-Unternehmen. Später kamen Dampfmaschinen, Fahrzeuge und Flugzeuge hinzu.

Das River-Mark-Logo wurde immer wieder an entscheidender Stelle oder für wegweisende Produkte verwendet, so 2015 auf der Verkleidung der Ninja-H2-Modelle, angetrieben von Kompressormotoren, die Kawasaki selbst entwickelt hatte.

Auf den 6. Oktober 2021 erklärte Kawasaki das River Mark Logo zum CI-Markensymbol für alle Unternehmen und Produkte von Kawasaki. Dazu Masaya Tsuruno, Managing Director von Kawasaki Motors Europe: «Die Welt und die Geschichte von Kawasaki hat sich im letzten Jahrhundert nie so stark verändert wie in den letzten Jahren. Durch den Wechsel zu unserer neuen Corporate Identity mit dem River Mark im Zentrum wollen wir den nächsten wesentlichen Schritt machen. Einen Schritt bei Technologie und Ingenieurskunst sowie bei der Verbesserung des Lebens von zahllosen Menschen weltweit. Dabei werden wir einen Fokus auf Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung grüner Technologien legen. Während sich einige Dinge ändern, bleiben andere konstant – wie unser Anspruch, die Besten in unseren ausgewählten Bereichen zu sein. Das River-Mark-Logo ist das passende Symbol für diesen Anspruch.»

Ebenso wurde eine neue Gesellschaft innerhalb der Kawasaki-Gruppe gegründet, die sich ausschließlich mit der Entwicklung und Produktion von Motorrädern, Offroad-Fahrzeugen mit vier Rädern, Jetskis und Motoren konzentrieren wird, die Kawasaki Motors Ltd. Durch die neue Gesellschaft sollen Entscheidungen flexibler, selbstständiger und schneller getroffen werden können. Dadurch kann man unmittelbarer auf Trends am Markt reagieren, um neue Produkte anzubieten, aber auch, um Entwicklungen in der Antriebs- und Sicherheitstechnologie frühzeitig einzubeziehen.

Beispiele dafür waren während der Präsentation und in jüngerer Vergangenheit ein Elektro- sowie ein Hybrid-Motorrad, das Benzin- und Elektroantrieb kombiniert. Darüber hinaus wurde ein erster Blick auf einen Ninja-H2-Motor im Entwicklungsstadium geworfen, der mit Wasserstoff betrieben wird.

Eine der wichtigsten Säulen in der Strategie von Kawasaki Motors, Ltd. ist der Fokus auf nachhaltiges Wachstum. Dadurch soll der Stellenwert der Marke bis zu einem geplanten Nettoumsatz von einer Billion Yen im Jahr 2030 steigen.
Kawasaki Motors, Ltd. wird sich bei der Entwicklung von Motorrädern, vierrädrigen Off-Road-Fahrzeugen, Jet Skis und Motoren um Klimaneutralität bemühen.

Das neue Unternehmen kümmert sich nicht nur um die Produkte an sich, sondern auch um die Entwicklung von begleitenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI), die Integration von Radar-Lösungen oder kundenorientierten Schnittstellen wie die Rideology-App von Kawasaki, die eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Smartphone des Kunden und dem Motorrad erlaubt.

Am vergangenen Wochenende traten die Superbike-Werksfahrer von Kawasaki, Jonathan Rea und Alex Lowes, mit neuen Designs ihrer Werksmaschinen zum Rennen in San Juan/Argentinien an. Der Nordire trug passend zu seiner ZX-10RR eine Lederkombi in grün, weiß und blau. Diese Farben sollten an das Design von Scott Russel erinnern, der 1993 den ersten WM-Titel für Kawasaki in der seriennahen Weltmeisterschaft gewann. Das Motorrad von Teamkollege Lowes war relativ schlicht in schwarz und rot lackiert – eine Anlehnung an den Film Top-Gun, in dem Tom Cruise auf einer Kawasaki GPZ 900 zu sehen ist.

Zum Hintergrund: Kawasaki Motors, Ltd. plant, bis 2025 durchschnittlich 16 neue Zweiräder pro Jahr vorzustellen. Dabei will man verstärkt in Gebieten mit stabiler Produktnachfrage traditionelle und innovative Marketingkonzepte einsetzen. Für die Elektro- und Hybridfahrzeuge sind die Pläne ähnlich ambitioniert: Zehn neue Modelle sind bis 2025 angekündigt. Mit dem neuen Design der Werksrenner sollte auf die neue CI und die ambitionierten Ziele aufmerksam gemacht werden.

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