Nach Platz 3 im Vorjahr bist du mit einem dritten Platz beim Eröffnungs-GP in Marienbad in die neue WM-Saison gestartet. Wärst du zufrieden, wenn du am Ende der Saison immer noch auf demselben Platz stehst, oder soll es noch weiter nach vorne gehen?
Die WM ist so hart wie wohl schon lange nicht mehr und es gibt auch so viele GP wie nie zuvor, da kann man sich kein schlechtes Rennen erlauben. Wenn ich den dritten Platz noch mal bestätigen kann, bin ich ganz zufrieden – aber das ist Ziel ist natürlich schon, sich noch zu verbessern.
Es sind alles unterschiedliche Bahnen im WM-Kalender, einige 1000-Meter-Bahnen und auch kurze, anspruchsvollere Pisten, was liegt dir mehr?
Im letzten Jahr war ich auf den schwierigen Grasbahnen besonders gut und habe auf den 1000m-Bahnen die Punkte verschenkt. In Marienbad hatte ich letztes Jahr mein schlechtestes Ergebnis eingefahren. Jetzt hätte ich den GP fast gewonnen. Darum denke ich, dass ich auf allen Bahnen stark sein kann. Meine Schwäche auf den grossen Bahnen habe ich jetzt wohl im Griff.
In Norwegen geht die WM weiter. Was rechnest du dir da aus?
Dieses ist das Jahr 1 nach dem unfreiwilligen Rücktritt vom Rekordweltmeister Gerd Riss. Was sagst du zum Rücktritt des Champions?
Auch ohne Riss scheint die Langbahn-Welt fest in deutscher Hand zu sein. In Marienbad waren alle sechs Deutschen im Finale. Wieso waren gleich alle sechs im Endlauf?
Einen Tag später bist du als Reservefahrer bei der Speedway-WM-Quali in Abensberg fest ins Feld gerutscht und hattest deine Chance, um das Ticket für das Semifinale zu kämpfen. Nach drei Läufen hast du aber aufgegeben.
Max Dilger dagegen hatte wohl einen besonders guten Tag und im ersten Lauf gleich drei Punkte eingefahren. Er hatte somit eine gute Basis um sich zu qualifizieren, also habe ich auf meine weiteren Läufe verzichtet, damit er genügend Läufe fahren kann um sich zu qualifizieren. Für mich persönlich war das natürlich eine etwas blöde Situation, aber ich denke aus sportlicher Sicht eine gute Lösung – Dilger war an diesem Tag einfach besser.
Leider gab es dann kleine Diskussionen, da ich die Zuschauer nicht mit vorgetäuschten «Verletzungen» oder «Motorschäden» belügen wollte, sondern die Wahrheit sagte – was nicht überall auf Verständnis gestossen ist.



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